Um Verhaltsprobleme zu behandeln, muss der Hundehalter zunächst den "Lebenslauf" seines Hundes mitbringen. Der Hund beißt, ist ein Kläffer, ein notorischer Raufer, hat Zerstörungswut und die täglichen Spaziergänge und das Zusammenleben werden zum Albtraum des Hundehalters. Die Probleme entstehen durch Überzüchtung, falsche Haltung und falsche Erziehung, meistens aber deshalb, weil der Hundehalter zu wenig vom Wesen und der Rasse seines Hundes weiß und daher falsch mit ihm umgeht.
Oft handelt es sich allerdings um Dominanzaggressivität. Wer mit seinem Hund Diskussionen führt, hat verloren. Artgerechte Hundeerziehung ist liebevoll, aber konsequent. Der Hund wird bei der Ausbildung und beim täglichen Training positive und negative Erfahrungen machen. Bei Verhaltensproblemen des Hundes müssen beide, Hund und Hundehalter, umlernen.

Es gibt Hunderassen, die als Schutz- und Wachhunde eingesetzt werden. Diese Hunderassen sind Arbeitshunde und werden nur zu diesem Zweck gezüchtet. Viele Hundehalter haben allerdings Gefallen an diesen Hunderassen gefunden, mag es das Aussehen des Hundes oder die Größe des Tieres sein. Besonders diese Rassen versuchen ihr Leben lang die Rangordnung anzufechten, um sich in eine höhere Position innerhalb der Gemeinschaft (der Familie) zu setzen.

Wer sich für eine solche Hunderasse als Familienhund entscheidet, muss sich bewusst über die Verantwortung sein, die er seiner Familie und dem Tier gegenüber zu tragen hat. Wenn der Hundehalter hier kleinste Fehler bei der Haltung und Hundeerziehung macht, wird der Hund binnen kurzer Zeit die Familie tyrannisieren und beherrschen. Diese Hunderassen gehören nicht in Familien mit Kleinkindern.